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TelefonSeelsorge beim Patientenkongress Depression

Viel Interesse am Stand für die Arbeit der TS

Anfang Juni fand der siebte Deutsche Patientenkongress Depression in Frankfurt statt. Veranstalter waren – so wie alle zwei Jahre seit 2011 – die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und die Deutsche Depressionsliga.

Die Veranstalter boten den rund 1200 Besucherinnen und Besuchern in den Sälen der Alten Oper Vorträge zu Behandlungsmethoden, Therapieplatzsuche, Hilfen für Angehörige. Die Teilnehmenden diskutierten und gestalteten mit und erlebten sich in einer freundlichen, Mut machenden Atmosphäre der Entstigmatisierung. Starke Stimmen dafür waren Schirmherr und Moderator Harald Schmidt und der Comedian Torsten Sträter.

Unsere hauptamtliche Kolleginnen aus den TelefonSeelsorge-Stellen Gießen-Wetzlar (Johanna Klier, 2. von rechts und Mona Debus, links), Darmstadt (Gudrun Goy, 2. von links) und Frankfurt katholisch (Annette Isheim, rechts) repräsentierten in der Alten Oper die TelefonSeelsorge Deutschland. Dafür hatten sie einen zur Interaktion einladenden Messestand gestaltet, der von vielen hundert Menschen besucht worden ist. Kongressbesucher kamen dort miteinander und mit den Seelsorgerinnen ins Gespräch, schilderten eigenes Leid und das ihrer Angehörigen; einige erzählten, dass sie selbst schon als Anrufende Hilfe bekommen hatten. Bewegt legten sie Lebenslasten in Form eines Steines bei den Seelsorgerinnen ab und nahmen sich – oft mit einem Lächeln – eine leichtmachende Feder mit. Wie es ihnen gerade geht – das war wichtig.

Neben der Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, gab es selbstverständlich auch Informationsmaterialien. Darunter war ein stark angefragtes Format der Flyer zum „Krisenkompass“ – einer kostenlosen App, die in Krisen schnelle erste Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Die aktualisierte Ausgabe ist seit einigen Tagen in den App Stores verfügbar. Auch für die Seelsorge per Chat und Mail gab es großes Interesse sowohl bei Betroffenen als auch bei Fachkräften des psychosozialen Versorgungssystems.

So war der Kongresstag ein Tag der Begegnung, des Kontakts, der Dankbarkeit, der Vernetzung und der Ermutigung. Es wurde wieder deutlich, TelefonSeelsorge wird gebraucht.

© des Fotos: TelefonSeelsorge Deutschland e.V.

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