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Neuer Vorstand der TelefonSeelsorge Deutschland gewählt

Vollversammlung aller Dienststellen verabschiedet organisatorische Neuaufstellung

 

Die TelefonSeelsorge Deutschland hat auf ihrer Vollversammlung am 6. und 7. Oktober in Frankfurt am Main einen neuen Vorstand gewählt. Zugleich wurde eine organisatorische Neuaufstellung beschlossen.

 

Frank Ertel und Michael Hillenkamp

Die neuen Vorsitzenden sind Pfarrer Frank Ertel (TelefonSeelsorge Aachen) und Diplom-Theologe Michael Hillenkamp (Dortmund). Beide bringen bereits Erfahrung in dieser Funktion mit. Michael Hillenkamp ist seit 2013 für die katholische Seite im Vorstand, Frank Ertel trat im Mai diesen Jahres mit dem Weggang der Vorsitzenden Pfarrerin Dorothee Herfurth-Rogge als ihr Stellvertreter ihre Nachfolge an. Als stellvertretende Vorsitzende vervollständigen Helmut Ellensohn (Freiburg) und Gunhild Vestner (Recklinghausen) den neugewählten Vorstand.

 

„Wir stehen als Vorstand damit für Kontinuität,“ erklärt Michael Hillenkamp nach der Wahl. „Und das ist in der jetzigen Situation von TelefonSeelsorge ein Vorteil. Denn während die Gesichter, bis auf Gunhild Vestner, die neu in den Vorstand eintritt, die gleichen bleiben, ändert sich organisatorisch doch einiges.“

 

Zugleich mit den Vorstandswahlen wurde auch eine organisatorische Umstrukturierung von der Vollversammlung beschlossen. „Wir sind zukünftig nicht mehr der Vorstand der Evangelisch-Katholischen Kommission der TelefonSeelsorge (EKK), sondern der Vorstand der TelefonSeelsorge Deutschland e.V.“, bringt Frank Ertel die Neuerung auf den namentlichen Punkt. „Damit vereinfachen wir den Namen und betonen zugleich das, was wir, ob evangelisch oder katholisch, gemeinsam sind und sein wollen: ein Seelsorgeangebot für Menschen jeden Alters, jeden Geschlechts, jeder Hautfarbe, jeder oder keiner Religion und jeder Nationalität.“

 

Helmut Ellensohn und Gunhild Vestner sind stellvertretende Vorsitzende

Durch die Umstrukturierung wurde auch der erweiterte Vorstand (Fachvorstand) neu zusammengesetzt. Er besteht neben dem Vorstand aus Vertreterinnen und Vertretern der in sieben Regionen organisierten TelefonSeelsorge-Stellen, der Offene Tür-Stellen (sie bieten an 25 Standorten persönliche Beratung an), der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung (EWDE) und der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, TelefonSeelsorge und Offene Tür e.V. Auch die Bundes-Ehrenamtlichen-Vertretung der TelefonSeelsorge (BETS) wird mit zwei kooptierten Mitgliedern im Fachvorstand vertreten sein. Der Verein TelefonSeelsorge Deutschland e.V. ist ein Fachverband des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.

 

Während die Umstrukturierung dem Hauptzweck dient, die Gremienarbeit zu vereinfachen und Entscheidungswege zu verkürzen, soll und will sich der Fachvorstand nach der Satzungsänderung wieder im Schwerpunkt um die inhaltliche Ausrichtung der TelefonSeelsorge in Deutschland kümmern. Zu den wichtigsten Themen zählt die Erreichbarkeit der Beratungsangebote per Telefon, Mail und Chat und ihre Weiterentwicklung.

 

„Unser Ziel ist und wird bleiben, Menschen in Krisen aller Art eine Begleitung anzubieten, die ihnen hilft, Abstand von der eigenen Situation zu gewinnen und sie befähigt, Lösungen zu entwickeln“, umreißen Frank Ertel und Michael Hillenkamp die Aufgabe. „Dabei wollen wir sowohl technisch, also in der Wahl der Medien, auf der Höhe der Zeit sein, als auch in unserer Haltung beispielhaft sein für Augenhöhe, Empathie und Respekt. Das heißt, auch in der Aus- und Weiterbildung für unsere verschiedenen Dienste entwickeln wir uns bewusst ständig weiter. Und auf diese gemeinsame Entwicklungsaufgabe freuen wir uns.“