Veröffentlicht am: 13.07.2026

Menschliche Nähe im Mittelpunkt: IFOTES-Kongress in Budapest

Fünf Tage lang wurde Budapest zum Treffpunkt für die europäische Telefon- und Krisenseelsorge. Unter dem Motto „The Human Touch“ kamen Vertreterinnen und Vertreter von 26 Verbänden aus Ländern wie Deutschland, Österreich, England, Frankreich und Italien zum Kongress IFOTES (International Federation Of Telephone Emergency Services) zusammen. Mit dabei waren zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche der TelefonSeelsorge Deutschland dabei, unter anderem aus Hagen, Stuttgart und Würzburg.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen der fachliche Austausch, neue Impulse für die Beratungsarbeit und die Frage, wie menschliche Nähe auch in einer sich wandelnden Welt bewahrt werden kann. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen wurde deutlich: Zuhören, Verstehen und Mitfühlen bleiben die Grundlage jeder guten Begleitung. Technische Entwicklungen können unterstützen – die vertrauensvolle Begegnung zwischen Menschen aber nicht ersetzen.

Ein besonderer Programmpunkt war der Vortrag von Dr. Stefan Schumacher aus dem Leitungsteam der TelefonSeelsorge Hagen-Mark. Unter dem Titel „Architektur von Sinn: Wie wir Menschen unseren Sinn im Leben entwerfen und wie er unsere Identität entwickelt und prägt“ zeigte er auf anschauliche und humorvolle Weise, wie Sinn im Leben entsteht. Seine zentrale Botschaft: „Es gibt keinen Sinn des Lebens, sondern Sinn im Leben.“ Sinn sei immer an konkrete Situationen gebunden und eröffne Möglichkeiten für Entwicklung und Veränderung.

Neben den fachlichen Beiträgen bot der Kongress vor allem Raum für persönliche Begegnungen. Der Austausch mit Kolleg*innen aus ganz Europa, das Kennenlernen unterschiedlicher Perspektiven und viele inspirierende Gespräche machten die Tage in Budapest zu einer bereichernden Erfahrung, vor allem auch für die Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge:  „Schon jetzt haben wir viele inspirierende Vorträge und Workshops erlebt, tolle Begegnungen gehabt und neue Ideen für unsere Arbeit gewonnen. Wir bleiben weiter ganz Ohr – für euch und miteinander.“

Mit vielen neuen Eindrücken, Ideen und Kontakten kehrten die Teilnehmenden nach Hause zurück. Eine Erkenntnis zog sich dabei durch den gesamten Kongress: Menschliche Nähe, Empathie und Solidarität bleiben auch in Zukunft das Herzstück der TelefonSeelsorge – ganz im Sinne des Kongressmottos „The Human Touch“.