Veröffentlicht am: 01.07.2026

TelefonSeelsorge auf dem Patientenkongress Depression 2026

Alle zwei Jahre veranstaltet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in der Alten Oper Frankfurt einen Kongress für von Depression betroffene Menschen.
Über 1200 Betroffene, Angehörige sowie Fachleute nutzen auch in diesem Jahr wieder Vorträge, Diskussionsrunden und die Messestände zahlreicher Organisationen zum Austausch und zur Information rund um das Thema Depression.

Auch wir waren mit einem Messestand vertreten, der von vielen Besucher*innen aufgesucht wurde.

Die Kongressteilnehmer*innen sprachen mit uns über das, was ihnen gerade wichtig war, manchmal auch ganz im Stillen in einem spontanen Seelsorgegespräch. Fachleute erzählten, dass sie uns empfehlen. Noch zögernde Hilfesuchende fragten nach: Kann man Tag und Nacht anrufen? Bleibt man anonym? Was passiert denn da am Telefon? Was kann man tun, wenn einem das Telefonieren schwerfällt? Andere Messestandbesucher fassten sich ein Herz und erzählten, dass sie schon einmal angerufen haben und wie wichtig das für sie war.

Unsere Mitmach-Aktionen in diesem Jahr:

  • An einer“ Klagemauer“ aus Karton, in deren Löcher man gerolltes Papier einstecken konnte, durften die Besucher*innen Schweres aufschreiben und es einfach bei uns lassen.
  • „Nimm Dir mit, was Du brauchst“ – so luden wir mit Mutmachzetteln ein – diese durften sich die Besucher*innen abreißen und mitnehmen.  „Hoffnung“ gab es zum Beispiel, „Leichtigkeit“, „Begegnung“, „Glaube“, „Ruhe“ und vieles mehr.
  • Wasserperlen in einer großen Glasschüssel luden zum Fingerspiel und Handbaden ein – raus aus den Gedanken, rein ins sensorische Hier und Jetzt.

Am Ende des Tages konnten wir – zusammen mit den Besucher*innen – sagen: Es war ein guter Tag!

Autorin: Mona Debus, Telefonseelsorge Gießen-Wetzlar