Mitarbeiter/innen
Mehr als siebentausend Frauen und Männer arbeiten bei der TelefonSeelsorge,
ehrenamtlich, ohne Bezahlung, in ihrer Freizeit, oft zusätzlich
zu Haushalt und Beruf. Sie verstehen ihr Engagement als die Bereitschaft,
Verantwortung zu übernehmen für den Nächsten und damit für die Gesellschaft.
Am Telefon hört man viel Schweres, Belastendes, Erschreckendes
und Bedrohliches. Der Impuls zu helfen und die Erfahrung, es nicht
zu können, müssen ebenso ausgehalten werden wie entgegengebrachte
Wut, Aggression, Beschimpfung, Beleidigung oder auch ein "Gespräch",
das nur aus Schweigen besteht. Der Dienst am Telefon setzt darum
eine hohe persönliche und fachliche Kompetenz voraus.
Am Anfang steht ein Auswahlverfahren, in dem es sowohl um Belastbarkeit,
Einfühlungsvermögen, Konfliktbereitschaft, Teamfähigkeit als auch
um die Klärung der Motivation geht. Zum Anforderungsprofil der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter gehören:
- Fähigkeit zum Zuhören
- Offenheit und Zugewandtheit in der Begegnung mit den Hilfesuchenden
- geistige Beweglichkeit
- persönliche Stabilität
- differenzierte Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Sprachfähigkeit
- Fähigkeit zum Erkennen von Problemen
- Konfliktfähigkeit
- eine positive Grundhaltung zu den Kirchen und die Fähigkeit,
Glaubensinhalte zu reflektieren
- Bereitschaft, sich mit sich selbst und mit der eigenen Geschichte
auseinanderzusetzen.
Diese Qualifikationen sind Voraussetzung für die Mitarbeit bei
der TelefonSeelsorge, aber erst eine solide, mindestens einjährige
Ausbildung befähigt zu dem anstrengenden Dienst. Der kann auf Dauer
verantwortlich nur mit ständiger Weiterbildung und regelmäßiger
Supervision geleistet werden.
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