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Blogparade zum Welttag der Suizidprävention – Macht mit vom 01.09. – 17.09.!!

Blogparade zum Welttag der Suizidprävention

Macht mit vom 01.09. – 17.09.

Chancen, Wege und Methoden gegen Suizidgedanken

Eigentlich haben wir bei der TelefonSeelsorge keinen Blog, denn wir schreiben nicht über das, was die Menschen uns am Telefon erzählen. Und das ist gut so. Dennoch sind wir verwegen genug, für den World Suicide Prevention Day (zu Deutsch: Welttag der Suizidprävention) eine Blogparade anzuzetteln und damit mehr Bewusstsein für depressive Menschen und ihre Situation in der Gesellschaft zu schaffen. Wir möchten außerdem die Chancen zeigen, die Menschen mit suizidalen Gedanken haben, um ihre Situation zu einer besseren zu machen. Das schaffen wir aber nicht allein und brauchen ein Zeichen in der Gesellschaft, das möglichst viele erreicht. Macht mit und erzählt uns in Eurem Blogbeitrag mehr über die Chancen der Suizidvermeidung. Sagt uns, was motiviert, um die trüben Gedanken zu vertreiben. Zeigt uns, welche Methoden helfen, die gefühlte Sinnlosigkeit des Lebens anders zu erleben. Vielleicht seid Ihr aber auch auf der Seite der begleitenden Menschen, die ihre Erfahrungen (bitte IMMER anonymisiert) mit uns teilen möchten.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge und werden die besten auswählen.

 

Die Regeln für unsere Blogparade:

  1. Thema: Chancen, Wege und Methoden die Gedanken an Suizid zu vertreiben
  2. Timeline: Die Blogparade findet statt vom 01. – 17.09.2017
  3. Anonymität wahren: Allen Betroffenen steht es frei, ihren Namen zu nennen. Solltet Ihr über andere Betroffene schreiben, bitten wir um Anonymisierung. Das geht durch Verfälschung von Namen, durch Verallgemeinerung der Sachverhalte und durch Verbindung von Details aus verschiedenen Lebensgeschichten. Wichtig ist, dass dieses sensible Thema nicht ungefragt auf eine Person zurück fällt.
  4. Nominierung: Wir wählen in der Woche nach dem Ende der Blogparade die drei besten Blogbeiträge. Wir sind dabei nicht objektiv und gehen rein nach Gefallen. Was anderes können wir nicht versprechen.
  5. Wir behalten uns das Recht vor, Beiträge, die nicht den Regeln dieser Blogparade entsprechen oder die Regeln der Netiquette (https://web.archive.org/web/20120419204309/http://www.knigge-rat.de:80/themen_social_media.html) verletzen, von dieser Parade auszuschließen und nicht auf die Website mit aufzunehmen. Es besteht also kein Rechtsanspruch auf die Teilnahme.
  6. Alle angenommenen Beiträge werden auf der Website www.telefonseelsorge.de aufgelistet und verlinkt.
  7. Bekanntgabe: Bitte macht in Eurem Beitrag deutlich, dass Ihr Teil der Blogparade seid und sendet uns einen Hinweis auf Euren Blogbeitrag an presse@telefonseelsorge.de

Wir freuen uns auf die gemeinsame Aktion und Eure Beiträge – ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos: „Nimm Dir Zeit, sprich an, hör zu – Gib Hoffnung“!

 

 

Wer sich ein Beispiel nehmen möchte, die ersten Blogbeiträge sind bereits bei uns eingegangen. Wir freuen uns, dass wir schon so schnell Mitstreiter finden konnten. Hier sind sie:

Fräuleins wunderbare Welt erklärt gut, wieso es wichtig ist, als Freund da zu sein, ohne den Anspruch zu haben, Therapeut sein zu müssen oder seine eigenen Grenzen zu vergessen.   

Verbockt  zeigt uns, wie schwer es ist, über die Ausweglosigkeit zu reden und dass es immer noch Momente gibt, in denen er an Suizid denkt.

Perspective-daily greift die Kritik zur Netflix-Serie "13 Reasons why" auf. Die Kontroverse zwischen Tabubrechen und gesundem Verschweigen wird hier fundiert und sehr ausführlich diskutiert (kein klassischer Blog, aber das sind wir ja auch nicht).

Borderliner Rhein-Main.de gibt uns die Chance, an den Gedanken einer Frau teilhaben zu lassen, die an Borderline leidet und sich oft ausweglos fühlte, bis sie in einer Therapie Werkzeuge an die Hand bekam, die ihr halfen. 

Die Lausitz-Mami erzählt mutig von ihren Gefühlen und Gedanken in den vergangenen Jahren. Sie erklärt uns unter anderem, wie Chilischoten oder Waschmaschinen ihr helfen können, Anspannungen zu lockern und Stress abzubauen.

Nora Fieling fragt, wo der richtige Ort in unserer Gesellschaft ist, an dem die Menschen ihre Suizidgedanken äußern dürften, sie hinterfragt die Berichterstattung in den Medien und ist der Ansicht, dass Prävention schon im frühen Stadium der Suizidalität beginnen sollte.

Trauer ist Leben geht auf die Angehörigen ein, die große Schuldgefühle haben. Sie fühlen sich machtlos und das ist ein Thema, womit sich ein Trauerbegleiter besonders gut auskennt. Anlässlich des Welttags der Suizidprävention findet zudem eine Buchverlosung statt.

Lost behind the mirror  greift Mythen und Irrglauben über Suizidalität auf und erklärt, wie die Gefühlswelt betroffener Menschen funktioniert. Stück für Stück leistet die Bloggerin mit diesem Beitrag Aufklärungsarbeit.

Mein Seelenauftrag schreibt über ihre Krankheit, die Depressionsschübe auslöste (und immer noch auslöst), die sie so sehr einschränkt, dass sie keinen Mut zum Leben mehr fand. Sie berichtet über den richtigen Zuspruch und die Gründe, doch weiter am Leben teilhaben zu wollen und wie sie nun ihre Depressionsschübe wahrnimmt.

Ganz Wunderbar ist ein Blog über Meditation. Wie man Meditation auch zuhause betreiben kann, um in schwierigen Situation eine bessere Balance für die Seele zu erwirken, erklärt die Bloggerin. Und mit der richtigen Balance für die Seele ist ein Stück Suizidprävention möglich. 

Stefan Lange ist Vlogger (Video-Blogger) und lässt uns Teil haben an einem Gespräch mit seiner "Lebensretterin" wie er sagt. Das Gespräch spielt noch einmal durch, wie die Freundschaft dabei half, die schwere Zeit durchzugehen. Sie fühlte sich "auf den Plan gerufen" und konnte akzeptieren, abgrenzen und Freiheit lassen.

Sebastian erzählt uns, wie er "solche Gespräche anzieht", also ohne Vorbildung immer wieder auserwählter Ansprechpartner ist. Dass er zwischen Exitstrategie und rationalem Denken schwankt, als er beim ersten Mal unvermittelt von einer fremden Person mit Suizidgedanken konfrontiert wird. Sebastian entscheidet sich da zu sein.


GoldAnne  hat ein Plädoyer für den kleinen Schritt verfasst; den Schritt, der den Ausweg möglich macht und dennoch so schwer ist. Sie kennt den Kampf um den ersten Schritt und wirbt für Erkennen, Toleranz und Selbstvertrauen.

Paul von "Schreiben wirkt" gibt praktische Hinweise, wie Schreiben dazu beitragen kann, die schweren Gedanken zu vertreiben. Drei Methoden des Schreibens gibt er gleich mit an die Hand.

Unser eigener Beitrag: Michael Hillenkamp erzählt, wie es denn so ist, wenn man TelefonSeelsorge macht. Dass suizidale Gedanken etwas höchst Menschliches sind und dass wir Treffpunkte erhalten müssen, an denen sich die Menschen auch weiterhin begegnen können.

 

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